Über das Empfinden von Freude

Es ist vier Uhr früh und ich erwache gerade aus einem tiefen Schlaf. Mein Schlafzimmerfenster ist gekippt und da höre ich ein erstaunliches Konzert an Vogelstimmen. Wohlige Freude macht sich in mir breit. Ich genieße die verschiedensten Tonarten, in denen da vor meinem Fenster gezwitschert wird.

Ich stehe auf und öffne das Fenster ganz, damit ich noch mehr von diesen vielen Tönen hören kann. Ganz verzückt über das bunte schallende Durcheinander sehe ich vor meinem Balkon einen Baum, über und über mit rosaroten Blümchen übersät. Weiterlesen

Hallo du…

Hallo du … ja dich meine ich. Dich ganz in deinem Inneren drin. … Hörst du mich. Eben haben wir eine Zeit lang über alle möglichen Belanglosigkeiten des Lebens geredet. Und wir haben uns die letzten Wochen immer wieder getroffen.

Unsere Seelen sind einander begegnet, haben sich berührt. Vorsichtig haben wir uns einander genähert, einmal mehr mit Samtpfoten, dann wieder mit Elefantenfüssen. Beide haben wir uns umschlichen, dann wieder mit frontalem Angriff, um uns dann wieder zurückzunehmen und zu horchen und zu lauschen … was da ist … was neu ist und was schon bekannt ist.

Mit Spannung und unermüdlich haben wir uns umgarnt und uns gefreut über jede Neuentdeckung eines jeden inneren Teiles. Ein Versteckspiel, das anfangs angefacht hat zu neuen Ideen, das aber mit der Zeit sehr mühsam wurde.

Unermüdlich umkreisten wir uns, bis einer begann Schwäche zu zeigen und den Rückzug antrat.

Als Reaktion auf dein begonnenes Weichen werde ich traurig. … Gibst du niemals dein Inneres Preis, das was dich eigentlich ausmacht? Bist du ein Mensch, der lockt mit einem interessanten Spiel und einem spannenden Inneren und dann abblitzen lässt, wenn es zu nahe wird?

Ich hoffe nicht…

 

© Maria Fasching

Mein sanfter Ruheort

Grade eben war ich noch in einer Stadt und befinde mich nun an meinem sanften Ruheort. Ich übe jeden Tag und beame mich dorthin, seit ich mir diesen Rückzugsort geschaffen habe … mit meiner Therapeutin … in der psychiatrischen Klinik, in der ich die letzten vierunddreißig Tage verbracht habe.

Ich liege auf einer flauschigen Decke. Ganz ausgestreckt liege ich da und habe die Augen geschlossen. Vom Wald her höre ich ein Rauschen der Blätter in den Bäumen. Aus dem Unterholz dringt ein Knacken an mein Ohr. Da ruft ein kleiner Vogel ganz keck dazwischen. Piep-piep! Weit aus der Ferne höre ich ein Klappern mit Milchkannen. Sicher melkt eine Bäuerin gerade ihre Kühe. Und eine Kuhglocke drängt sich noch in die Töne, die ich vernehme.

Ich mache die Augen auf und blicke in das unendliche Blau des Himmels, das von Sonnenschein trieft. Weiterlesen

Seelenfragment – Bedingungslose Liebe

Als sie den Wald entlang wanderte überkam es sie aus dem heiteren nichts. Die laute Stille hatte sie zum Nachdenken gebracht. Laut … weil die Vögel zwitscherten und der Wind die Blätter zum hörbaren Rauschen brachte.

Da war sie einfach da, einfach so, die bedingungslose Liebe. Sie konnte sie fühlen, weil sie alleine war. Zuerst war es Sehnsucht nach ihrem Liebsten, die sich ihrer bemächtigte. Je weiter sie wanderte, desto mehr wurde diese. Nach dem Objekt ihrer Liebe zu dürsten entwickelte sich weiter zu einem inneren Orkan an vorstellbaren wechselseitigen Liebesbezeugungen die aus der Erinnerung auftauchten.

Im Laufe der Ehe hatte er sie immer mehr mit Worten liebkost. Sogar, wenn sie aufgebracht war, hat er sie Weiterlesen

Ein paar Worte über die Stille

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Jetzt… endlich… Stille… … ich höre das leise Summen meines Laptops. Hannes hat unseren Fernseher auf Kopfhörer umgeschaltet damit ich in Ruhe und Stille sein kann. Er ist sehr rücksichtsvoll. Wenn ich mich dafür bedanke, sagt er immer: „Ist doch selbstverständlich, Maus.“

Es dauert ein wenig, bis die Stille bei mir ankommt und in mich dringt. … Ich warte ein wenig. Ich merke, dass langsam auch mein Atmen ruhiger wird durch die Ruhe im Raum. Ich höre ein Pfeifen in meinen Ohren, das sich aber langsam wieder zurückzieht.

Die letzten Wochen klingen noch nach in meinem Inneren. Ich muss die Kapitel, die geöffnet wurden, erst wieder schließen um zur Ruhe zu gelangen.

Da ist das eine Kapitel das überaus mächtig war, Weiterlesen

Wunderbarer Sonntagmorgen

dsc_0751Grau ist es draußen und regnerisch. Die Sonne versteckt sich hinter einer Wolkendecke. Erste Lichtstrahlen verirren sich durch die zugezogenen Jalousien in unser Schlafzimmer. Ich genieße das wohlig warme Gefühl im geschützten Bett zu sein und blinzle in mein Nachbarbett, wo mein Schatz noch tief schlummert. Ich liebe diese Minuten, wo ich schon wach bin und er noch schläft.

Eine Gelegenheit ihn wach zu küssen. Ich küsse ihn leise und sacht auf seine Stirn. Ruhig atmend schläft er weiter. Ich beobachte ihn und ein warmes Gefühl der Liebe durchströmt mich. Ich küsse ihn nochmals auf seine Stirn. Kühl ist sie. Weiterlesen

Vor drei Tagen…

Heiß ist mir – und kalt zugleich. Unrund fühle ich mich. Mein Körper ist wieder einmal Spielball meiner bipolaren Stoffwechselstörung. Die Zellen in meinem Körper schwingen nicht synchron. Die eine will hier hin die andere dort hin. Wieder eine andere ist still. Ein heilloses Durcheinander. Weiterlesen

Erwartungen

… so viele Menschen, die mich umgeben erwarten etwas von mir…

Mir bleibt durch diese Erwartungen plötzlich buchstäblich und auch geistig die Luft weg. Ich kann diese Erwartungen nicht mehr erfüllen. Es schnürt mir die Kehle zu, wenn ich nur dran denke, was alles erwartet wird.

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Auf der Suche nach Kraftspendern…

Auf der heutigen Suche nach Kraftspendern wurde ich erst nur ein bisschen und dann ein bisschen mehr fündig:

Rückzug in mein Inneres

Ich habe tief in mich hineingespürt – ich bin unrund … die Sache mit den beiden NEINs setzt mir mehr zu als ich möchte. Ich habe vor zwei Menschen meine Tür verschlossen. Wenn ich nun die Liebe ins Spiel bringe die ich in diesem Punkt mehr mir selbst gebe, mehr als ich sie anderen gebe, stellt sich ein Konflikt in meinem Inneren ein. Und da ist ja auch noch meine Grunddevise, dass die Liebe eigentlich nie versagt? Was mache ich jetzt damit? Weiterlesen

Stille nach dem Sturm

Ich habe wieder zwei wichtige Entscheidungen getroffen und … ich genieße grade die tiefen Auswirkungen auf mein inneres Seelenleben. Ich habe mir meine innere Ruhe, die mir gestern abhanden gekommen war, wieder geholt durch diese Entscheidungen.

Es sind zwei kräftige NEINs gewesen zu zwei Menschen, die mir einmal viel bedeutet haben und die mich sehr verletzt haben.  Mehr schreibe ich dazu nicht, da das alles zu destruktiv ist. Ich werde den beiden nicht mehr schreiben und ihnen den Weg zu mir nicht mehr gestatten.

Mit diesen beiden NEINs habe ich entschieden, sie nicht mehr an mich heran zu lassen und ich fühle mich sehr gut mit dieser Absage.

Jetzt, da ich mit meiner Kraft auf null bin, ist meine heutige Aufgabe, Kraft zu tanken und Kraftspender zu suchen. Meine NEINs bringen mich auf den Ausgangspunkt und geben mir die nötige innere Entspannung dazu zurück. Ich kann wieder gut durchatmen.

Nun werde ich mich auf die Suche nach meinen heutigen Kraftspendern machen… werde am Abend etwas darüber schreiben…

Ich wünsche dir, dass auch du behutsam mit deinen Kräften umgehst und wünsche dir viel Kraft und Energie für alle deine Vorhaben heute.

Vielen lieben Dank fürs Lesen und Nachfolgen.

Alles Liebe
Maria

© Bild und Text Maria Fasching