Mein sanfter Ruheort

Grade eben war ich noch in einer Stadt und befinde mich nun an meinem sanften Ruheort. Ich übe jeden Tag und beame mich dorthin, seit ich mir diesen Rückzugsort geschaffen habe … mit meiner Therapeutin … in der psychiatrischen Klinik, in der ich die letzten vierunddreißig Tage verbracht habe.

Ich liege auf einer flauschigen Decke. Ganz ausgestreckt liege ich da und habe die Augen geschlossen. Vom Wald her höre ich ein Rauschen der Blätter in den Bäumen. Aus dem Unterholz dringt ein Knacken an mein Ohr. Da ruft ein kleiner Vogel ganz keck dazwischen. Piep-piep! Weit aus der Ferne höre ich ein Klappern mit Milchkannen. Sicher melkt eine Bäuerin gerade ihre Kühe. Und eine Kuhglocke drängt sich noch in die Töne, die ich vernehme.

Ich mache die Augen auf und blicke in das unendliche Blau des Himmels, das von Sonnenschein trieft. Weiterlesen

Seelenfragment – Bedingungslose Liebe

Als sie den Wald entlang wanderte überkam es sie aus dem heiteren nichts. Die laute Stille hatte sie zum Nachdenken gebracht. Laut … weil die Vögel zwitscherten und der Wind die Blätter zum hörbaren Rauschen brachte.

Da war sie einfach da, einfach so, die bedingungslose Liebe. Sie konnte sie fühlen, weil sie alleine war. Zuerst war es Sehnsucht nach ihrem Liebsten, die sich ihrer bemächtigte. Je weiter sie wanderte, desto mehr wurde diese. Nach dem Objekt ihrer Liebe zu dürsten entwickelte sich weiter zu einem inneren Orkan an vorstellbaren wechselseitigen Liebesbezeugungen die aus der Erinnerung auftauchten.

Im Laufe der Ehe hatte er sie immer mehr mit Worten liebkost. Sogar, wenn sie aufgebracht war, hat er sie Weiterlesen

Ein paar Worte über die Stille

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Jetzt… endlich… Stille… … ich höre das leise Summen meines Laptops. Hannes hat unseren Fernseher auf Kopfhörer umgeschaltet damit ich in Ruhe und Stille sein kann. Er ist sehr rücksichtsvoll. Wenn ich mich dafür bedanke, sagt er immer: „Ist doch selbstverständlich, Maus.“

Es dauert ein wenig, bis die Stille bei mir ankommt und in mich dringt. … Ich warte ein wenig. Ich merke, dass langsam auch mein Atmen ruhiger wird durch die Ruhe im Raum. Ich höre ein Pfeifen in meinen Ohren, das sich aber langsam wieder zurückzieht.

Die letzten Wochen klingen noch nach in meinem Inneren. Ich muss die Kapitel, die geöffnet wurden, erst wieder schließen um zur Ruhe zu gelangen.

Da ist das eine Kapitel das überaus mächtig war, Weiterlesen

Wunderbarer Sonntagmorgen

dsc_0751Grau ist es draußen und regnerisch. Die Sonne versteckt sich hinter einer Wolkendecke. Erste Lichtstrahlen verirren sich durch die zugezogenen Jalousien in unser Schlafzimmer. Ich genieße das wohlig warme Gefühl im geschützten Bett zu sein und blinzle in mein Nachbarbett, wo mein Schatz noch tief schlummert. Ich liebe diese Minuten, wo ich schon wach bin und er noch schläft.

Eine Gelegenheit ihn wach zu küssen. Ich küsse ihn leise und sacht auf seine Stirn. Ruhig atmend schläft er weiter. Ich beobachte ihn und ein warmes Gefühl der Liebe durchströmt mich. Ich küsse ihn nochmals auf seine Stirn. Kühl ist sie. Weiterlesen

Vor drei Tagen…

Heiß ist mir – und kalt zugleich. Unrund fühle ich mich. Mein Körper ist wieder einmal Spielball meiner bipolaren Stoffwechselstörung. Die Zellen in meinem Körper schwingen nicht synchron. Die eine will hier hin die andere dort hin. Wieder eine andere ist still. Ein heilloses Durcheinander. Weiterlesen

Erwartungen

… so viele Menschen, die mich umgeben erwarten etwas von mir…

Mir bleibt durch diese Erwartungen plötzlich buchstäblich und auch geistig die Luft weg. Ich kann diese Erwartungen nicht mehr erfüllen. Es schnürt mir die Kehle zu, wenn ich nur dran denke, was alles erwartet wird.

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Auf der Suche nach Kraftspendern…

Auf der heutigen Suche nach Kraftspendern wurde ich erst nur ein bisschen und dann ein bisschen mehr fündig:

Rückzug in mein Inneres

Ich habe tief in mich hineingespürt – ich bin unrund … die Sache mit den beiden NEINs setzt mir mehr zu als ich möchte. Ich habe vor zwei Menschen meine Tür verschlossen. Wenn ich nun die Liebe ins Spiel bringe die ich in diesem Punkt mehr mir selbst gebe, mehr als ich sie anderen gebe, stellt sich ein Konflikt in meinem Inneren ein. Und da ist ja auch noch meine Grunddevise, dass die Liebe eigentlich nie versagt? Was mache ich jetzt damit? Weiterlesen

Stille nach dem Sturm

Ich habe wieder zwei wichtige Entscheidungen getroffen und … ich genieße grade die tiefen Auswirkungen auf mein inneres Seelenleben. Ich habe mir meine innere Ruhe, die mir gestern abhanden gekommen war, wieder geholt durch diese Entscheidungen.

Es sind zwei kräftige NEINs gewesen zu zwei Menschen, die mir einmal viel bedeutet haben und die mich sehr verletzt haben.  Mehr schreibe ich dazu nicht, da das alles zu destruktiv ist. Ich werde den beiden nicht mehr schreiben und ihnen den Weg zu mir nicht mehr gestatten.

Mit diesen beiden NEINs habe ich entschieden, sie nicht mehr an mich heran zu lassen und ich fühle mich sehr gut mit dieser Absage.

Jetzt, da ich mit meiner Kraft auf null bin, ist meine heutige Aufgabe, Kraft zu tanken und Kraftspender zu suchen. Meine NEINs bringen mich auf den Ausgangspunkt und geben mir die nötige innere Entspannung dazu zurück. Ich kann wieder gut durchatmen.

Nun werde ich mich auf die Suche nach meinen heutigen Kraftspendern machen… werde am Abend etwas darüber schreiben…

Ich wünsche dir, dass auch du behutsam mit deinen Kräften umgehst und wünsche dir viel Kraft und Energie für alle deine Vorhaben heute.

Vielen lieben Dank fürs Lesen und Nachfolgen.

Alles Liebe
Maria

© Bild und Text Maria Fasching

Der schwarze Schatten

Langsam setze ich einen Schritt vor den anderen. Langsam. Ich will den Augenblick spüren. Dazu muss mein Inneres verlangsamt werden. Ich versuche durch langsame Bewegungen diese Langsamkeit auch nach innen zu verlagern und … es gelingt … Schritt für Schritt mehr.

Still ist es hier draußen in der kühlen Herbstnatur. Diese Stille legt sich nach und nach über meinen Körper. Behutsam spüre ich den Boden unter meinen Füssen. Meine Sommerschuhe lassen mich die Unebenheiten des Bodens fühlen. Mein Geist kommt zur Ruhe. Meine Augen wandern suchend über das braungelbe Laub am Boden. Die Farben die ich aufnehme dringen tief in meine Gehirnzellen ein und wirken ausgleichend auf meine unruhigen Nervenbahnen. Diese Beruhigung fördert meine Wachheit und Aufmerksamkeit.

Ich suche weiter. Kein Laut dringt an mein Ohr. Sogar der Wind hält still. Über meine Augen nehme ich eine leise Bewegung wahr. Ein schwarzer Schatten links vom Baum. Weiterlesen

Das Wortblumengeschenk

dsc00049Ein wunderschöner Herbsttag ist das heute. Ich war grade draußen. Sie tun gut, die tieferen Temperaturen, nach diesem heißen Sommer. Die Blätter an den Bäumen und am Boden spielen mit ihrer Farbenpracht, die durch das Glitzern des Morgentaus noch verstärkt wird. Vom tiefen Rot bis zum prächtigen Gelb hin zum schwachen Grün – so präsentiert sich heute die Natur von ihrer schönsten Seite. Meine Lieblingsjahreszeit.

Ich nenne es die „reife“ Jahreszeit. Wenn man das Jahr mit einem Lebensalter vergleicht, ist der Herbst jene Zeit wo schon die turbulenten Lebensjahre vorbei sind. Die Frucht ist gereift. Alles was ein Mensch bis zu diesem Zeitpunkt gelernt hat, kann schon als Ertrag genossen werden. Die Gedanken und das Verhalten sind nicht mehr unbeholfen, wie oft im Frühling. Gedanken werden von viel Erfahrung geformt. Und das Ergebnis sind manchmal wunderschöne Gespräche mit Gleichgesinnten.

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