Mein Absturz in die Depression…

…CRASH im Gehirn… …CRASH im Gehirn… …Zero… Die Bewegungen scheinen plötzlich still zu stehen. Von 100 auf 0. Es ist als ob die Zellen mitten im Vibrieren plötzlich innehalten und einschlafen. Ich spüre in jedem Muskel die sich einschleichende Depression. Wie ein schwarzer Nebel breitet sie sich aus in meinen Gliedern und bemächtigt sich langsam aller Regionen meines Körpers. Eine bleierne Müdigkeit übermannt mein ganzes Sein.

Nur mit Mühe kann ich mich wach halten. Und da sind sie auch schon, die dunklen Gedanken. Zug um Zug erobern sie mein Gehirn. Das gerade noch überaus aktive Selbstbewusstsein stürzt ins Bodenlose. Selbstzweifel tauchen auf aus den Tiefen der Seele. Ich brauche Schlaf, hämmert es in meinen Schläfen. Selbst der Gang zur Toilette wird äußerst mühsam. Eine tiefe Traurigkeit umspült mein Innerstes. Schlafe doch … schlafe doch … schlafe… Ich gebe nach. Die Müdigkeit übermannt mich.

Als ich wieder aufwache sind drei Tage vergangen. Mein Körper ist total erschöpft. Der Mund ist ausgetrocknet. Ich schleppe mich in die Küche und trinke, als hätte ich drei Tage in der Wüste ohne Wasser verbracht. Selbstvorwürfe peinigen mich. Wie kann man nur so lange schlafen und nichts tun. Was hast du alles in der Hypomanie geschafft und gemacht. Du warst ja wieder einmal größenwahnsinnig. Hast geglaubt jeder sei dir gut gesonnen. Bist einem Irrglauben aufgesessen.

Mit größter Mühe nehme ich meinen Computer her und blockiere auf Facebook alle Personen von denen ich glaube, dass sie sich für mich sowieso nicht interessieren. Enttäuscht über kritische Anmerkungen blockiere ich auch die, die es vielleicht doch noch gut mit mir meinen.

Schon wieder meldet sich die Müdigkeit… Ich schlafe wieder 10 Stunden am Stück. Es ist Nacht als ich aufwache. Elend ist mir zumute. Es geht immer tiefer. Ich bin es nicht wert, zu leben. Wie schön wäre es, dem Ganzen ein Ende zu machen… diesen ständigen Kampf zu beenden. Es wäre so eine Erleichterung.

Das einzige was mich davon abhält mein Leben zu beenden ist die Liebe meines Mannes und die Liebe meiner Mutter… Wieder übermannt mich der Schlaf……

© Maria Fasching, 28. August 2016

2 Gedanken zu “Mein Absturz in die Depression…

  1. Liebe Maria, herzlichen Dank, dass Du „Blogs, die ich gut finde“ magst, gerne füge ich Deine Seite hinzu, auf all‘ meinen Blogs. Ich habe bei Dir etwas gestöbert und finde mich bei Bipolar wieder und auch bei den Depressionen. Wenn Du auf meinem Blog gestöbert hast, so ging es bei den letzten Postings darum, dass ich meine Zahnarztangst überwunden habe, nach langen Jahren der Verdrängungsversuche. Es waren halt nur Versuche, denn überall gibt es Dinge, die da triggern. Jetzt, da für mich meine Hauptangst überwunden ist tut sich eine wunderbare Leere an dieser Stelle auf und als Zen-Interessierter, der ich bin ist Leere bei mir nicht mit Angst verbunden. Nun werde ich Deinen Blog aber weiter lesen.

    Herzliche Grüße aus Hamburg/DE Dein Rainer

    1. Lieber Rainer, ja, das würde mich sehr freuen, wenn du mich hinzufügen würdest. Habe grade intensiv auf deinem Blog gestöbert und für mich auch sehr interessante Worte gefunden. Bin aber noch lange nicht fertig, werde deinen Blog gleich weiterlesen. Ganz herzliche Grüße Maria

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