Auf der Suche nach Kraftspendern…

Auf der heutigen Suche nach Kraftspendern wurde ich erst nur ein bisschen und dann ein bisschen mehr fündig:

Rückzug in mein Inneres

Ich habe tief in mich hineingespürt – ich bin unrund … die Sache mit den beiden NEINs setzt mir mehr zu als ich möchte. Ich habe vor zwei Menschen meine Tür verschlossen. Wenn ich nun die Liebe ins Spiel bringe die ich in diesem Punkt mehr mir selbst gebe, mehr als ich sie anderen gebe, stellt sich ein Konflikt in meinem Inneren ein. Und da ist ja auch noch meine Grunddevise, dass die Liebe eigentlich nie versagt? Was mache ich jetzt damit? Ob ich es hin oder her wende, ich komme zu keinem zufriedenstellenden Schluss…

Eigentlich fange ich schon wieder an zu vergessen, dass ich verletzt wurde und schiebe es schon wieder in die Bedeutungslosigkeit…

Hmm, ich werde wohl darüber noch länger nachdenken müssen…

 

Erinnerung an meinen Herbstspaziergang als ich nach Früchten suchte

Der Rückzug in mein Inneres bringt heute nicht das gewünschte Ergebnis. Ich muss mich erst mal auf andere Gedanken bringen und das mache ich auch.

Die letzten zwei Tage hatte ich zwei wunderschöne Herbstspaziergänge. Ich habe darüber ja schon etwas geschrieben. Ich hatte es mir zur Aufgabe gemacht, Herbstfrüchte zu finden und mit meiner Kamera festzuhalten. Hier meine kleine Ausbeute:

dsc_0724dsc_0741dsc_0752dsc_0756dsc_0760dsc_0769

Entrümpeln

Die Fotos bereiten mir sehr viel Freude und ich merke wie etwas Kraft in mich zurückkehrt. Bei meinem Blick durch meine Wohnung bemerke ich, dass sich eigentlich sehr viele Dinge angehäuft haben. Bei näherem Hingucken und betrachten der Dinge überfällt mich wieder eine Schwere und ich realisiere, dass sich zu viele Dinge angehäuft haben. Ich habe ein großes Bedürfnis nach Leere, ein Bedürfnis nach Ballast abwerfen und ich merke, dass ich vieles angefangen habe und nicht beendet habe.

In der einen Ecke liegen meine Strick- und Häkelsachen, nicht eine Sache, da sind fünf angefangene Projekte, ein angefangener Schal, dann ein gesticktes Deckchen das nicht fertig ist, und Wolle in Hülle und Fülle. Dann ist da noch mein E-Piano halb weggeräumt halb da. Und wie viele Bücher liegen da und zieren meinen Tisch, wartend darauf gelesen zu werden. Meine Augen schweifen weiter – mein Schreibtisch ist voll von begonnenen Projekte, Zetteln und Zettelchen mit Notizen, angefangenen Briefen, Zusammenfassungen zu bestimmten Themen. Wieder Bücher zum Erlernen der englischen, türkischen, griechischen und hebräischen Sprache. Weiter auf meiner Sitzecke türmen sich sämtliche Utensilien fürs Patchworken…

Es ist einfach zu viel an Sachen, was da herumliegt und nicht fertig gestellt ist. Ich merke, dass ich im letzten Jahr wirklich sehr krank war und keine Kraft mehr hatte alle diese Dinge zu bewältigen. Ich denke, das ist der Anfang von einem Messie-Dasein. Erschrocken über diese Erkenntnis beginne ich mich innerlich zu trennen von dem Gedanken, all diese Projekte fertigzustellen. Ja, ich denke, das ist der richtige Weg für mich. Ich muss mich frei machen, sogar von meinem selbst, das ich letztes Jahr noch war und nun nicht mehr bin.

Und ich beginne jetzt damit. Ein bisschen überfordert nehme ich den ersten Zettel in die Hand. Ich hole meinen Aktenvernichter unter dem Schreibtisch hervor und mache den Anfang. Rein damit in den Vernichter. Ein weiterer Zettel folgt und der nächste… Schnell ist der Korb voll mit Papierschnipseln. Ich hole einen Müllsack und entleere den Korb. Weiter geht’s… Immer wieder füllt sich der Korb und der Aktenvernichter rattert … viel zu laut … aber das muss sein …

„Was machst du, mein Schatz?“ ruft mein Mann aus dem Schlafzimmer. Er liegt mit einer hartnäckigen Migräne im Bett. Oh Schreck, ich hatte gar nicht mehr daran gedacht, keinen Lärm zu machen. Ich gehe zu ihm und erkläre ihm, dass ich angefangen habe zu Entrümpeln und Entsorgen. „Ahja!“ war die Antwort. Ich gehe zurück ins Wohnzimmer und mache weiter.

Ein Ding folgt dem anderen in den Müllsack. Ich arbeite fast drei Stunden und ich werde Stück für Stück freier. Bald sind es schon drei große Müllsäcke und das Altpapier stapelt sich über alle Maßen im Vorraum. Erst als sich bei mir großer Durst meldet stoppe ich ein wenig. Stark erhitzt halte ich inne … ich sehe nach langer Zeit wieder einmal meine Schreibtischarbeitsfläche. Ich merke, wie notwendig diese Arbeit schon seit langem war. Ich bin noch lange nicht fertig, aber ein Anfang ist gemacht.

Da kehrt plötzlich Kraft in mich zurück und Freude darüber, den Anfang gemacht zu haben. Ja, das ist mein Weg für die nächsten Tage. Entrümpeln, entsorgen, befreien und frei atmen. Für heute ist es genug. Ich habe meinen Weg wieder gefunden. Wenn auch meine Gedanken mit so manchen Umständen noch nicht fertig sind, ich gebe mir Zeit. Bestimmte Überlegungen müssen reifen denke ich. Ich nehme es an und lasse es geschehen, das Reifen.

Habt eine gute Nacht ihr lieben Leser überall da draußen. Danke fürs vorbei schauen.
Alles Liebe
Eure
Maria Fasching

© Bilder und Text Maria Fasching

10 Gedanken zu “Auf der Suche nach Kraftspendern…

  1. Mir fällt dabei ein, dass ich gelernt habe, dass ein NEIN nicht immer bleiben muss. Im Moment ist es da und wichtig, aber es kann sich auch alles wieder ändern. Diese Erkenntnis hat mir das Leben und das Abgrenzen leicht gemacht.
    Entrümpeln sollte ich auch mal wieder! Liebe Grüße! Regine

  2. Meine liebe Kleine Grosse!Es ist einfach köstlich deine Gedanken zu lesen,verzeih mir bitte aber es lacht in mir drinn……………ich freu mich über deine Feststellungen…………..es ist köstlich,was du da so erkennst-weiter so-es wird dich auf jeden Fall gesünder machen!Meine Liebe soll dir Kraft geben……………..fröhlich Mutti

  3. Du weißt ja liebe Maria, der Konflikt mit dem Abgrenzen und der Nächstenliebe ist auch mir bekannt. 😉 Aber ich sage mir auch gleichzeitig, ich bin nicht dafür verantwortlich wie der andere darauf reagiert. Das ist SEINE Entscheidung. Jemand mit echtem Interesse an mir, wird nachfragen. Und wenn nicht, dann habe ich diese Entscheidung zu respektieren, auch wenn es mir weh tut. Das heißt aber nicht, dass ich die Hoffnung aufgebe, den anderen für immer zu verlieren. Und wenn doch, dann war das Nein genau richtig. Wer all die Jahre immer Ja gesagt hat, immer alles geschluckt hat, dem nimmt man das Nein oft krumm. Denn Nein ist nun mal für den anderen unbequem! Weil es ihm bewusst macht, dass sein Verhalten verleztend ist. Bleib da ganz bei Dir und wer Dich so nimmt wie Du bist, der erwartet sogar ein Nein. Denn nur so sind zwei Menschen auf Augenhöhe, alles andere ist Anpassung oder Ausnutzung. Noch viel Spaß beim Entrümpeln. Du wirst Dich freuen, wenn Du den Überblick hast!

  4. Sehr schöne Bilder!
    Licht, Luft und Sonne helfen auch mir, Klarheit und Frieden zu finden. Gutes Gelingen weiterhin beim entrümpeln wünsche ich dir.

    Grüße und gute Nacht.

Gedanken zum Beitrag