Über das Empfinden von Freude

Es ist vier Uhr früh und ich erwache gerade aus einem tiefen Schlaf. Mein Schlafzimmerfenster ist gekippt und da höre ich ein erstaunliches Konzert an Vogelstimmen. Wohlige Freude macht sich in mir breit. Ich genieße die verschiedensten Tonarten, in denen da vor meinem Fenster gezwitschert wird.

Ich stehe auf und öffne das Fenster ganz, damit ich noch mehr von diesen vielen Tönen hören kann. Ganz verzückt über das bunte schallende Durcheinander sehe ich vor meinem Balkon einen Baum, über und über mit rosaroten Blümchen übersät. Dieser Baum ist mir schon im letzten Jahr wegen seiner Schönheit in der Blütezeit aufgefallen. Aber heute präsentiert er sich ganz stolz und ich nehme ihn dieses Jahr zum ersten Mal richtig wahr. Noch ist es dunkel und man sieht die Blüten nur aufgrund der Parkbeleuchtung. Wie schön wird er sich dann unter den ersten Sonnenstrahlen präsentieren.

Große Freude über diese Naturschönheit überkommt mich. Ich genieße die kühle Morgenluft, die in mein Zimmer dringt.

All das bringt mich zum Nachdenken über Freude und Glücksempfinden. Gestern schon hatte ich mir darüber viele Gedanken gemacht.

Gestern hatte ich Besuch von einer lieben alten Dame, mit der man sich sehr gut unterhalten kann über die verschiedensten Themen. Und unser Thema gestern war die Freude. Sie sagte mir, dass sie Gott jeden Tag darum bittet, ihre Freude nicht zu verlieren. Im Laufe des Gespräches ist uns dann bewusst geworden, welche große Rolle die Freude in einem glücklichen Leben spielt.

Wir sind auch zu dem Schluss gekommen, dass Freude oft nicht einfach automatisch passiert. Es ist eine bewusste Denkweise über Dinge, die man erlebt, Dinge die man sieht. Freude war immer ein zentraler Punkt in meinem Leben. Auf der Jagd nach diesem Empfinden habe ich schon viele Sachen ausprobiert.

Eine andere Art für mich Freude zu empfinden, schöpfe ich aus der handwerklichen Tätigkeit. Ich häkle gerne. Die Freude darüber, wie ein Werkstück sich so langsam entwickelt führt mich immer zu einer starken Zufriedenheit.

Wieder eine andere Art meine Freude zu nähren gelingt aus der Liebe zu meinen mir nahestehenden Menschen. Das liebevolle „Guten Morgen, mein Liebling!“ von meinem Mann ist mir sehr lieb geworden. Auch das tägliche Telefonat mit meiner Mutter erfüllt mich mit großer Freude. All diesen Freuden geht eine Vorfreude voraus und diese ergießt sich in einem Wohlgefühl und in einer ungeahnten Zufriedenheit. Auch die E-Mails, die mir meine Freundin schickt und die mich an ihren Gedanken und ihrem Leben teilhaben lässt erfreuen mein Inneres sehr.

Langsam ist es draußen hell geworden und die ersten Sonnenstrahlen treffen auf meinen prächtig mit den Blüten geschmückten Baum. „Wunderschön!“ denke ich. Das Vogelkonzert hallt noch nach. Langsam wird es ruhig draußen. Eine stille Entspanntheit und ein großes Wohlbefinden bemächtigt sich meiner.

 Viel Freude für diesen Tag wünsche ich auch dir!
Alles Liebe
Maria Fasching

© Maria Fasching

11 Gedanken zu “Über das Empfinden von Freude

    1. Liebe Heidrun Regina,
      erst mal vielen lieben Dank für deinen Kommentar und dein Interesse an meinen Schreibereien. Ich möchte dir ganz herzlich danken für deine Anfangsfrage. Ja, es macht mir Freude – allerdings … fühle ich mich damit etwas überfordert … dass ich dafür alle Zeit der Welt habe nimmt die Überforderungsgefühle aber ein wenig. Ich kann es noch nicht versprechen, ob ich da mit mache … wenn ich etwas mache, dann ernsthaft und dazu habe ich im Moment die Kraft nicht so ganz. Aber das kann sich ja in der nächsten Zeit noch ändern. 😉
      Nochmals meinen tief empfundenen Dank für dein Interesse.
      Alles Liebe auch von mir Maria

      1. Liebe Maria,
        deine Antwort habe ich eben erst mitbekommen….

        Wenn es dich gerade überfordert und noch keine Freude macht, dieses Spiel zu spielen, dann ist es wirklich noch nicht dran. Ich kenne das Gefühl. Zum Beginn meiner eigenen Blogger-Zeit hätte ich diesen Schritt auch nicht getan. Jetzt hatte mich die Herausforderung gelockt und ich wollte einmal wissen, wie sich das Spiel von allen Seiten anfühlt. Ein zweites Mal möchte ich es nicht mehr machen.

        Also, wenn du dich erst in einem Jahr bereit fühlst, oder nie, ist das auch ok. Es gibt für alles eine Zeit!

        …. und unser Tun soll uns Freude bereiten.
        Ich freu mich, dass du meinem Blog abonniert hast und du ab und zu bei mir liest.

        Alles Liebe
        Heidrun

          1. Liebe Maria,
            ich wünsche uns, dass wir dem Einfühlungsvermögen im Alltag immer mehr begegnen… und fange schon mal an damit. 😉
            Liebe Grüße
            Heidrun

  1. verlier sie nie diese wunderbare Freude-ihr Ursprung kommt naemlich von unserem Schöpfer-es ist so wunderbar dass er uns so geschaffen hat dass wir solche schönen Gefühle spüren dürfen-sie sich zu erhalten,liegt in unserer Hand………………und da gibt es jeden Tag so viele Gelegenheiten………………..alles Liebe meine Kleine Grosse-deine Mutti

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