Blick nach Innen

… „Stille“ … „Ruhe“ … „Loslassen“ …

Diese drei Wörter drehen sich in meinem Kopf im Kreis. Ich lasse sie kreisen … ich nehme aufmerksam die Geschwindigkeit wahr, mit der sie kreisen. Bewusst versuche ich keinen Einfluss auf das Geschehen in meinem Kopf zu nehmen. Ich habe es angenommen, so wie es ist. So wie ich vieles angenommen habe in den letzten Tagen.Ich denke: Wenn ich bewusst versuche meinen Einfluss auf Dinge, auf Geschehen, auf Gedanken abzustellen, dass diese dann von selbst zum Stillstand kommen. Wie ein Schwungrad, das ohne Energiezufuhr auch früher oder später zum Stillstand kommt.

Und … langsam merke ich, wie das Kreisen langsamer wird. Ich merke, wie von den Wörtern Ruhe ausgeht. Erst nur ganz wenig … dann immer mehr und mehr…

Und … erste jetzt merke ich, wie mein Körper zittert und unruhig ist, wie jede Zelle in sich vibriert. Nicht im Übermaß, aber doch da.

Da … plötzlich … ein anderes Wort gesellt sich zu den drei Wörtern. Es ist das Wörtchen „Muss“. Was soll das? Warum erscheint dieses gerade jetzt? Das passt so gar nicht in den jetzigen Moment! … Gut … wenn es da ist, werde ich auch dieses Wörtchen annehmen. Ich nehme es an. Wie? Ich bilde daraus den Satz: ICH MUSS GAR NICHT. Und den Satz: ICH MUSS GAR NICHTS.

„Stille“ „Ruhe“ „Loslassen“ „Ich muss gar nichts“ … so kreist es weiter in meinem Kopf, und wieder um einiges langsamer.

Jetzt klopft ein Gefühl an, erst nur ganz leise, dann immer mehr. Ein Gefühl des Erleichtert-Seins. Ich kann plötzlich durchatmen. „Ich muss gar nichts“ … „Ich muss gar nichts“ … „Stille“ … „Ruhe“ … „Loslassen“ … „Ich muss gar nichts“ … so kreist es weiter. Die Erleichterung wird mehr und mehr. Ein aufkommendes Bedürfnis all das festzuhalten verschwindet wieder mit dem Wörtchen „Loslassen“.

Ich beginne die Erleichterung zu genießen. Ich lasse sie fließen.

„Ich muss gar nichts“…

Ein Wohlgefühl bemächtigt sich meiner.

Vielen Dank lieber Leser dafür, dass du mich begleitest bei meiner Entdeckungsreise zu einem bedachtsamen und aufmerksamen Leben.
Ganz lieben Dank auch für alle Gedanken, die ihr mir in den letzten Tagen dagelassen habt.
Für heute wünsche ich dir und jedem einzelnen von euch viel Mut zum Ich-Sein und dafür auch viel Kraft.
Alles Liebe
Deine/Eure
Maria Fasching

© Bild und Text Maria Fasching

 

4 Gedanken zu “Blick nach Innen

  1. Liebende Maria

    Dir danke ich
    Jener der ach so umtriebig
    Beunruhigt Unruhe mit erschuf

    Frieden ist ein Großes Wort
    Du lebst Ihn vor
    Und teilst Ihn mit uns
    So mehrt Er sich
    In dir und mir
    Uns

    Dir Joaquim von Herzen

  2. Deine ErLEICHTerung ist spürbar.
    Ich finde es klasse, wie du dran bleibst, dir DEINE Zeit lässt und gibst.
    Du kannst stolz auf dich sein liebe Maria.

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