Noch immer im Schneckenhaus…

…uuuaaaahhhh… ist das gemütlich in meinem Schneckenhäuschen. Mein Mütterlein hat mir ein wunderbares Schneckenfoto geschickt. Ich habe es hier eingefügt. Es ist wunderschön.

Es zeigt im Moment, ich meine gerade jetzt, mein Stimmungsebenbild finde ich …

Nur bei mir hier ist es Nacht draußen und ich wage meine ersten Schritte nach außen. Im Schutz der Dunkelheit strecke ich meine Fühler aus und ich genieße die kühle Nachtluft nach dem heißen Tag. Lautlos ziehe ich meine silberne Schneckenspur im Mondlicht. Tagsüber habe ich mich verkrochen in meinem Häuschen … und ich habe ein sehr gutes Häuschen … es ist kühl drinnen, da ich alle Türen versperrt habe … tagsüber…

In den letzten Wochen bin ich mir über einiges klar geworden.

Da war ein Punkt, der mir sehr zu schaffen machte. Es war meine Vergangenheit. Erst habe ich sie einfach weggesperrt. Aber das wollte einfach nicht klappen. Immer wieder klopfte sie an mein Häuschen, manchmal so arg, dass ich fast umkippte. Aber ich wollte dem ein Ende machen und da blieb mir nichts anderes übrig, als mich mit dem Störenfried auszusöhnen und diesen als das zu sehen, was er eigentlich ist. Ich habe diesen Störenfried einfach „Past-Book“ genannt und diesen „Er“ in ein „Es“ umgewandelt. „Es“ … ein Buch, das man nehmen kann, wenn man will, oder auch in die Ecke stellen kann. Und zur Zeit steht mein Buch in einer ganz finsteren Ecke. Dort soll es mal fürs erste ein bisschen verstauben.

Ich bin in die Gegenwart gekommen und widme mich intensiv meiner Ruhe und meinen silbernen Spuren, die ich langsam ins Mondlicht zaubere…

 

Hallo, Ihr Lieben da draußen, danke für eure Begleitung.
Ich wünsche euch auch solche geruhsamen Schneckentage.

Alles Liebe
Eure
Maria

 

© Bild von Maria Demirhan, Text Maria Fasching

4 Gedanken zu “Noch immer im Schneckenhaus…

  1. der Gedanke mit dem Vergangenheitsbuch,der ist sehr gut,finde ich-manchmal schaut man ein altes Buch jahrelang nicht an-aber es ist da und wenn man will erreichbar-das werde ich auch machen-hab dich lieb meine Schnecke!……………….deine Mutti

  2. Das Bild mit dem Buch finde ich sehr passend. Dazu gehört viel anerkennenswerte Erkenntnis-Arbeit, so ein Paket Vergangenheit im Leben erst einmal so zu begreifen, dass man es für sich eingrenzen, also in Buchdeckel mit Titel, Kapitel mit Überschriften, Stichworten für Ereignisse versehen kann. Gerade für das bewusste Ordnen braucht es immer Mut, und Selbstbewusstsein auch. Aber das erfordert ganz schön viel Kraft, und um die Kraft zu haben, braucht es eben eine „Schneckenphase“, in der man in erster Linie für sich selbst da ist.

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