Neues Leben als Schnecke

So was… das Schneckendasein gefällt mir immer mehr. Wieder in das sogenannte „alte Leben“ zurückzukehren, wird immer weniger zur Option. Und da merke ich, dass diese Tür mittlerweile schon fast zu ist…..

Silberspuren im Mondschein ziehen macht viel Spass…

Im Schneckenhaus drinnen tut sich sehr viel … da wird abgewägt und analysiert und hin und her überlegt und mit sich selbst diskutiert und vieles noch mehr… aber Ergebnisse gibt es erst noch ganz wenige:

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Noch immer im Schneckenhaus…

…uuuaaaahhhh… ist das gemütlich in meinem Schneckenhäuschen. Mein Mütterlein hat mir ein wunderbares Schneckenfoto geschickt. Ich habe es hier eingefügt. Es ist wunderschön.

Es zeigt im Moment, ich meine gerade jetzt, mein Stimmungsebenbild finde ich …

Nur bei mir hier ist es Nacht draußen und ich wage meine ersten Schritte nach außen. Im Schutz der Dunkelheit strecke ich meine Fühler aus und ich genieße die kühle Nachtluft nach dem heißen Tag. Lautlos ziehe ich meine silberne Schneckenspur im Mondlicht. Tagsüber habe ich mich verkrochen in meinem Häuschen … und ich habe ein sehr gutes Häuschen … es ist kühl drinnen, da ich alle Türen versperrt habe … tagsüber…

In den letzten Wochen bin ich mir über einiges klar geworden.

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Im Schneckenhaus

Nun bin ich endlich angelangt … im Inneren meines Schneckenhauses. Ich habe meine Fühler eingefahren und meine Augen versteckt. Ein bisschen Ballast musste ich abwerfen, um dahin zu gelangen. Zu sehr war ich noch abgelenkt von außen. Die Ursache dafür war, dass meine Aufmerksamkeit immer wieder nach draußen schweifte. Trotz des Rückzugs aber stülpe ich manchmal meine Augen nach außen um zu sehen, wo ich hingleite und ich bin mir der silbernen, im Mondlicht glitzernden Spur bewusst, die ich auf meinem Weg hinterlasse. Dieses Bild beschreibt puzzleblume so schön in ihrer Geschichte „Künstler der Langsamkeit“.

Still ist es geworden um mich herum … weil ich alles aussperre und abblocke, was nicht mehr zu mir passt oder was sich nicht mehr gut anfühlt. Und es bleibt ganz wenig übrig.

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Schneckengefühle

Wenn ich als Überschrift schreibe „Schneckengefühle“ denke ich an die Schnecken, die ihre Häuser mit sich herumtragen. Je mehr ich über diese Tiere nachdenke, desto mehr gefallen sie mir und desto mehr Parallelen finde ich zu meinem derzeitigen Leben.

Zum einen ist es die Langsamkeit, mit der sich diese Geschöpfe fortbewegen, die mich berührt. Je langsamer ich werde, desto mehr merke ich, wie schnell ich durchs Leben gelaufen bin. Und … es geht immer noch langsamer… Ich freue mich auf den Zeitpunkt, an dem ich so langsam bin, dass endlich Stille einkehrt. Ob ich wohl einmal dahin kommen werde? Ich weiß es nicht. „Schneckengefühle“ weiterlesen

Blick nach Innen

… „Stille“ … „Ruhe“ … „Loslassen“ …

Diese drei Wörter drehen sich in meinem Kopf im Kreis. Ich lasse sie kreisen … ich nehme aufmerksam die Geschwindigkeit wahr, mit der sie kreisen. Bewusst versuche ich keinen Einfluss auf das Geschehen in meinem Kopf zu nehmen. Ich habe es angenommen, so wie es ist. So wie ich vieles angenommen habe in den letzten Tagen. „Blick nach Innen“ weiterlesen

Begegnung mit Elmar Rassis Gedanken #1

Es ist schon ein paar Tage her, da hat mir mein Mütterlein ein Buch an mein Herz gelegt und gesagt, ich solle da mal reinschauen. Sie kam zu dem Buch über ihre liebe Freundin Mariette. Das Buch ist von Elmar Rassi und hat den Titel „Schweineglück“.

Nun ja, meine „alten“ Gedanken haben mich bis heute davon abgehalten, einen Blick darauf zu werfen. Meine „alten“ Gedanken sagten mir, so was brauchst du nicht, du bist ja eh glücklich und auf Fremdsuggestion kann ich gerne verzichten und sind ja eh nur wieder irgendwelche Floskeln, die dir etwas vorgaukeln, was nicht ist usw.

Ja … nun habe ich, getreu meinem gesagten „STOPP“ vor einigen Tagen auch in diesem Punkt meine „alten“ Gedanken überdacht und neu geordnet. Ich habe meine eigentlich ursprünglich in mir wohnende Neugierde ausgegraben und einen Blick in dieses Buch riskiert. Und was ich da so lesen durfte, bewegt mich dazu, darüber zu schreiben und mitzuteilen:

Anfangs hat mich der Titel „Schweineglück“ und der Zusatz „Lass los und suhl dich im Leben“ abgestoßen. Diese Wortwahl finde ich nach wie vor etwas unglücklich. Sie übermittelt so gar nicht das was einem im Buch erwartet. Fern von solchen Phrasen faszinierte und fasziniert mich von Beginn an Elmar Rassis schlichte Art zu schreiben. Als ich dann im Kapitel „Wo geht’s bitte zum Glück?“ den nachfolgenden Satz gelesen habe, hatte Elmar meine volle Aufmerksamkeit. Der Satz: „Mein Leben ist zu einzigartig, zu kostbar, um auch nur eine Stunde zu vergeuden.“ Und die dann folgenden zehn Lebensregeln, kurz beschrieben, sprachen mir zutiefst aus meiner Seele. Auch dem Satz „Glücklich sein ist eine Entscheidung, die wir bewusst oder unbewusst treffen.“ kann ich nur zustimmen.

Elmar Rassi lässt einem im folgenden Kapitel teilhaben an seinem Leben. Es ist eine sehr berührende Lebensgeschichte.

Und dann teilt Elmar Rassi seine zehn universellen Glückszutaten mit.

Ich werde nun in den nächsten zehn Tagen, jeden Tag einem dieser Glückszutaten widmen und werde zu einzelnen Aussagen, die mich besonders berührten, meine Eindrücke, Gedanken und Erfahrungen beschreiben bzw werde diese würdigen.

Die erste Zutat ist überschrieben mit „GENIESSE DEN AUGENBLICK“:

Sehr nahe ging mit der Satz:

„Einfach ist nicht leicht, einfach ist oft am schwersten.“

Ich habe mich schon immer zu Einfachheit und Schlichtheit hingezogen gefühlt und Tendenzen zum Verkomplizieren verabscheut. Sehr bewusst wurde mir dies während meiner Schulzeit im Abendgymnasium und zwar im Fach Mathematik. Unser Vortragender hatte eine Vorliebe für Definitionen. Ich bezweifle nicht, dass Definitionen in diesem Bereich notwendig sind, aber wenn mir eine Definition nicht mitteilt worum es geht, ist diese für mich nicht nützlich. Wenn Definitionen ausführlich erklärt werden müssen sind diese nicht hilfreich. Dabei ist mir schon klar, dass ein gewisses Fachvokabular notwendig ist um Sachverhalte überhaupt beschreiben zu können. Auch die Notwendigkeit der Abstraktion sehe ich. Aber … wir haben eine so wunderschöne Sprache die uns eine Vielzahl an schlichten Formulierungen bietet. Und gerade im Fach Mathematik entdeckte ich, dass man mit einfachen Beschreibungen viel mehr mitteilen und verständlich übermitteln kann. All dies führte mir mein Urbedürfnis nach Einfachheit und Schlichtheit vor Augen. Und dieses Bedürfnis erstreckte sich zunehmend auf mein ganzes Leben.

Dann berührten mich diese Worte:

„…bewusst in der Gegenwart zu leben.“

Dieser Gedanke ist nicht neu für mich. Dieser wurde mir schon oft in Therapien vermittelt. Und erst jetzt, nach langem Herumwurschteln, wird mir klar, was das eigentlich im konkreten bedeutet. Es gelingt mir jetzt erst, diese Bewusstheit zu entwickeln, Betonung auf entwickeln. Ich lerne jeden Tag mehr, diese Bewusstheit in mein Sein zu integrieren. Und … es ist unheimlich wohltuend und beruhigend, den Augenblick als das was er ist zu erleben. Im jetzigen Moment schreibe ich, meine Finger gleiten über die Tastatur meines Laptops. Ich spüre die Wärme, die mein Laptop produziert auf meinen Handflächen. Ich nehme wahr…

Besonders gefallen hat mir auch der Satz:

„Das HIER und JETZT ist die Frucht der Vergangenheit und der Samen der Zukunft … vergiss das nie.“

Diesen Satz möchte ich einfach wirken lassen. Er trägt so viel Tiefe in sich.

Und zum tieferen Aufmerken brachte mich der Satz:

„Im Alter fragen wir uns nicht, wem wir es die ganzen Jahre über recht gemacht haben.“

Oder:

„…früher oder später wirst du nicht mehr die Kraft haben, eine Rolle zu spielen, für alles und jeden Verantwortung zu übernehmen, dich selbst aufzugeben. …“

Und:

„Das Leben ist ein Geschenk und ein Abenteuer, das gelebt werden will.“

 

Lieber Leser!
Soweit für heute – morgen beschäftige ich mich mit dem Kapitel
„Deine Gedanken bestimmen dein Leben“.
Hab einen schönen Tag!
Lieben Gruß von
Maria

© Bild und Text Maria Fasching

Entscheidung fürs Zur-Ruhe-Gelangen

… Ich versuche im Moment ALLES zu stoppen – und damit meine ich wirklich ALLES… Ich stoppe mein Leben, meinen Lebensfluss, meine Gedanken, meine Aktivitäten, meine Begegnungen,…

Ich bin ausgebrannt…

Und nun steige ich aus…

…um mich zu besinnen, um zu einer Besinnlichkeit zu finden… um zu einer Stille zu finden…

Das ist gar nicht einfach, das Stehen-Bleiben meine ich. Im Moment des Stehen-Bleibens überwälzt mich mein Lebensfluss. Er zieht und zerrt an mir und will mich mit sich fortreißen. Doch eigentlich sind es meine eingefahrenen Gedanken und Überlegungen, die mich fortziehen, und sich nur schwer stoppen lassen. Ich merke, dass es Zeit braucht, um zur Ruhe zu kommen. Das Schwungrad dieses Lebensbewusstseins ist nur schwer zum Stillstand zu bringen.

…aber… ich lasse es passieren … ich kämpfe nicht für dieses Zur-Ruhe-Kommen…

Wohin will ich?

  • Ich will hin zu Achtsamkeit.
  • Ich will hin zu Bedachtsamkeit.
  • Ich will hin zum Abschied von Vergangenem.
  • Ich will hin zum Abschied von Verletzungen.
  • Ich will hin zu Reduktion.
  • Ich will hin zu Ballast-Abwerfen.
  • Ich will hin zum Minimieren.
  • Ich will hin zur Stille.
  • Ich will hin zum Loslassen.
  • Ich will hin zu einer wohltuenden Leere.

Und das braucht Zeit. Ich erlaube mir dieses Zur-Ruhe-Kommen, diesen bewussten Rückzug von allem und jedem. Ich lasse alles fließen, nehme nicht mehr Einfluss und reagiere nicht mehr, auf nichts und niemanden.

Nur meinen Liebsten schenke ich im Moment meine Aufmerksamkeit und Zuwendung … und dem Häkeln…

Vielen Dank, lieber Leser, für dein Wahrnehmen meiner Zeilen!
Alles Liebe und Gute von einer sehr müden Maria

© Bild und Text Maria Fasching