Vor drei Tagen…

Heiß ist mir – und kalt zugleich. Unrund fühle ich mich. Mein Körper ist wieder einmal Spielball meiner bipolaren Stoffwechselstörung. Die Zellen in meinem Körper schwingen nicht synchron. Die eine will hier hin die andere dort hin. Wieder eine andere ist still. Ein heilloses Durcheinander. „Vor drei Tagen…“ weiterlesen

Erwartungen

… so viele Menschen, die mich umgeben erwarten etwas von mir…

Mir bleibt durch diese Erwartungen plötzlich buchstäblich und auch geistig die Luft weg. Ich kann diese Erwartungen nicht mehr erfüllen. Es schnürt mir die Kehle zu, wenn ich nur dran denke, was alles erwartet wird.

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Bei uns ticken die Uhren anders…

Wenn mich Menschen fragen, wie es uns, mir und meinem Mann, geht, komme ich immer wieder zu dem Satz: „Bei uns ticken die Uhren anders.“ Einerseits ist das meistens ein Satz, den ich anfüge, um nicht mehr ins Detail gehen zu müssen, andererseits auch eine Art Vorstellungshilfe, wie mein Gegenüber die Dinge, die ich so von mir gebe, einordnen kann. Zu neunundneunzig Prozent ist mit diesem Satz, das Gespräch zu unserem Befinden beendet.

Gestern war wieder mal so ein Gespräch im Gange und um den Kontrast von unserem Leben zum Leben des Fragenden zu zeigen, sagte ich wieder einmal: „Bei uns ticken die Uhren anders.“

Zu meiner Überraschung kam die Gegenfrage: „Na dann erklär mal, wie die Uhren bei euch anders ticken.“ Mein Gegenüber lehnte sich zurück und nahm eine erwartungsvolle Haltung ein, während er mich genau beobachtete.

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Mein Absturz in die Depression…

…CRASH im Gehirn… …CRASH im Gehirn… …Zero… Die Bewegungen scheinen plötzlich still zu stehen. Von 100 auf 0. Es ist als ob die Zellen mitten im Vibrieren plötzlich innehalten und einschlafen. Ich spüre in jedem Muskel die sich einschleichende Depression. Wie ein schwarzer Nebel breitet sie sich aus in meinen Gliedern und bemächtigt sich langsam aller Regionen meines Körpers. Eine bleierne Müdigkeit übermannt mein ganzes Sein.

Nur mit Mühe kann ich mich wach halten. Und da sind sie auch schon, die dunklen Gedanken. Zug um Zug erobern sie mein Gehirn. Das gerade noch überaus aktive Selbstbewusstsein stürzt ins Bodenlose. Selbstzweifel tauchen auf aus den Tiefen der Seele. Ich brauche Schlaf, hämmert es in meinen Schläfen. Selbst der Gang zur Toilette wird äußerst mühsam. Eine tiefe Traurigkeit umspült mein Innerstes. Schlafe doch … schlafe doch … schlafe… Ich gebe nach. Die Müdigkeit übermannt mich. „Mein Absturz in die Depression…“ weiterlesen