Archiv der Kategorie: Stille

Im Schneckenhaus

Nun bin ich endlich angelangt … im Inneren meines Schneckenhauses. Ich habe meine Fühler eingefahren und meine Augen versteckt. Ein bisschen Ballast musste ich abwerfen, um dahin zu gelangen. Zu sehr war ich noch abgelenkt von außen. Die Ursache dafür war, dass meine Aufmerksamkeit immer wieder nach draußen schweifte. Trotz des Rückzugs aber stülpe ich manchmal meine Augen nach außen um zu sehen, wo ich hingleite und ich bin mir der silbernen, im Mondlicht glitzernden Spur bewusst, die ich auf meinem Weg hinterlasse. Dieses Bild beschreibt puzzleblume so schön in ihrer Geschichte „Künstler der Langsamkeit“.

Still ist es geworden um mich herum … weil ich alles aussperre und abblocke, was nicht mehr zu mir passt oder was sich nicht mehr gut anfühlt. Und es bleibt ganz wenig übrig.

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Schneckengefühle

Wenn ich als Überschrift schreibe „Schneckengefühle“ denke ich an die Schnecken, die ihre Häuser mit sich herumtragen. Je mehr ich über diese Tiere nachdenke, desto mehr gefallen sie mir und desto mehr Parallelen finde ich zu meinem derzeitigen Leben.

Zum einen ist es die Langsamkeit, mit der sich diese Geschöpfe fortbewegen, die mich berührt. Je langsamer ich werde, desto mehr merke ich, wie schnell ich durchs Leben gelaufen bin. Und … es geht immer noch langsamer… Ich freue mich auf den Zeitpunkt, an dem ich so langsam bin, dass endlich Stille einkehrt. Ob ich wohl einmal dahin kommen werde? Ich weiß es nicht. Weiterlesen

Blick nach Innen

… „Stille“ … „Ruhe“ … „Loslassen“ …

Diese drei Wörter drehen sich in meinem Kopf im Kreis. Ich lasse sie kreisen … ich nehme aufmerksam die Geschwindigkeit wahr, mit der sie kreisen. Bewusst versuche ich keinen Einfluss auf das Geschehen in meinem Kopf zu nehmen. Ich habe es angenommen, so wie es ist. So wie ich vieles angenommen habe in den letzten Tagen. Weiterlesen

Entscheidung fürs Zur-Ruhe-Gelangen

… Ich versuche im Moment ALLES zu stoppen – und damit meine ich wirklich ALLES… Ich stoppe mein Leben, meinen Lebensfluss, meine Gedanken, meine Aktivitäten, meine Begegnungen,…

Ich bin ausgebrannt…

Und nun steige ich aus…

…um mich zu besinnen, um zu einer Besinnlichkeit zu finden… um zu einer Stille zu finden…

Das ist gar nicht einfach, das Stehen-Bleiben meine ich. Im Moment des Stehen-Bleibens überwälzt mich mein Lebensfluss. Er zieht und zerrt an mir und will mich mit sich fortreißen. Doch eigentlich sind es meine eingefahrenen Gedanken und Überlegungen, die mich fortziehen, und sich nur schwer stoppen lassen. Ich merke, dass es Zeit braucht, um zur Ruhe zu kommen. Das Schwungrad dieses Lebensbewusstseins ist nur schwer zum Stillstand zu bringen.

…aber… ich lasse es passieren … ich kämpfe nicht für dieses Zur-Ruhe-Kommen…

Wohin will ich?

  • Ich will hin zu Achtsamkeit.
  • Ich will hin zu Bedachtsamkeit.
  • Ich will hin zum Abschied von Vergangenem.
  • Ich will hin zum Abschied von Verletzungen.
  • Ich will hin zu Reduktion.
  • Ich will hin zu Ballast-Abwerfen.
  • Ich will hin zum Minimieren.
  • Ich will hin zur Stille.
  • Ich will hin zum Loslassen.
  • Ich will hin zu einer wohltuenden Leere.

Und das braucht Zeit. Ich erlaube mir dieses Zur-Ruhe-Kommen, diesen bewussten Rückzug von allem und jedem. Ich lasse alles fließen, nehme nicht mehr Einfluss und reagiere nicht mehr, auf nichts und niemanden.

Nur meinen Liebsten schenke ich im Moment meine Aufmerksamkeit und Zuwendung … und dem Häkeln…

Vielen Dank, lieber Leser, für dein Wahrnehmen meiner Zeilen!
Alles Liebe und Gute von einer sehr müden Maria

© Bild und Text Maria Fasching

Über das Empfinden von Freude

Es ist vier Uhr früh und ich erwache gerade aus einem tiefen Schlaf. Mein Schlafzimmerfenster ist gekippt und da höre ich ein erstaunliches Konzert an Vogelstimmen. Wohlige Freude macht sich in mir breit. Ich genieße die verschiedensten Tonarten, in denen da vor meinem Fenster gezwitschert wird.

Ich stehe auf und öffne das Fenster ganz, damit ich noch mehr von diesen vielen Tönen hören kann. Ganz verzückt über das bunte schallende Durcheinander sehe ich vor meinem Balkon einen Baum, über und über mit rosaroten Blümchen übersät. Weiterlesen

Mein sanfter Ruheort

Grade eben war ich noch in einer Stadt und befinde mich nun an meinem sanften Ruheort. Ich übe jeden Tag und beame mich dorthin, seit ich mir diesen Rückzugsort geschaffen habe … mit meiner Therapeutin … in der psychiatrischen Klinik, in der ich die letzten vierunddreißig Tage verbracht habe.

Ich liege auf einer flauschigen Decke. Ganz ausgestreckt liege ich da und habe die Augen geschlossen. Vom Wald her höre ich ein Rauschen der Blätter in den Bäumen. Aus dem Unterholz dringt ein Knacken an mein Ohr. Da ruft ein kleiner Vogel ganz keck dazwischen. Piep-piep! Weit aus der Ferne höre ich ein Klappern mit Milchkannen. Sicher melkt eine Bäuerin gerade ihre Kühe. Und eine Kuhglocke drängt sich noch in die Töne, die ich vernehme.

Ich mache die Augen auf und blicke in das unendliche Blau des Himmels, das von Sonnenschein trieft. Weiterlesen

Ein paar Worte über die Stille

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Jetzt… endlich… Stille… … ich höre das leise Summen meines Laptops. Hannes hat unseren Fernseher auf Kopfhörer umgeschaltet damit ich in Ruhe und Stille sein kann. Er ist sehr rücksichtsvoll. Wenn ich mich dafür bedanke, sagt er immer: „Ist doch selbstverständlich, Maus.“

Es dauert ein wenig, bis die Stille bei mir ankommt und in mich dringt. … Ich warte ein wenig. Ich merke, dass langsam auch mein Atmen ruhiger wird durch die Ruhe im Raum. Ich höre ein Pfeifen in meinen Ohren, das sich aber langsam wieder zurückzieht.

Die letzten Wochen klingen noch nach in meinem Inneren. Ich muss die Kapitel, die geöffnet wurden, erst wieder schließen um zur Ruhe zu gelangen.

Da ist das eine Kapitel das überaus mächtig war, Weiterlesen

Wunderbarer Sonntagmorgen

dsc_0751Grau ist es draußen und regnerisch. Die Sonne versteckt sich hinter einer Wolkendecke. Erste Lichtstrahlen verirren sich durch die zugezogenen Jalousien in unser Schlafzimmer. Ich genieße das wohlig warme Gefühl im geschützten Bett zu sein und blinzle in mein Nachbarbett, wo mein Schatz noch tief schlummert. Ich liebe diese Minuten, wo ich schon wach bin und er noch schläft.

Eine Gelegenheit ihn wach zu küssen. Ich küsse ihn leise und sacht auf seine Stirn. Ruhig atmend schläft er weiter. Ich beobachte ihn und ein warmes Gefühl der Liebe durchströmt mich. Ich küsse ihn nochmals auf seine Stirn. Kühl ist sie. Weiterlesen

Auf der Suche nach Kraftspendern…

Auf der heutigen Suche nach Kraftspendern wurde ich erst nur ein bisschen und dann ein bisschen mehr fündig:

Rückzug in mein Inneres

Ich habe tief in mich hineingespürt – ich bin unrund … die Sache mit den beiden NEINs setzt mir mehr zu als ich möchte. Ich habe vor zwei Menschen meine Tür verschlossen. Wenn ich nun die Liebe ins Spiel bringe die ich in diesem Punkt mehr mir selbst gebe, mehr als ich sie anderen gebe, stellt sich ein Konflikt in meinem Inneren ein. Und da ist ja auch noch meine Grunddevise, dass die Liebe eigentlich nie versagt? Was mache ich jetzt damit? Weiterlesen

Stille nach dem Sturm

Ich habe wieder zwei wichtige Entscheidungen getroffen und … ich genieße grade die tiefen Auswirkungen auf mein inneres Seelenleben. Ich habe mir meine innere Ruhe, die mir gestern abhanden gekommen war, wieder geholt durch diese Entscheidungen.

Es sind zwei kräftige NEINs gewesen zu zwei Menschen, die mir einmal viel bedeutet haben und die mich sehr verletzt haben.  Mehr schreibe ich dazu nicht, da das alles zu destruktiv ist. Ich werde den beiden nicht mehr schreiben und ihnen den Weg zu mir nicht mehr gestatten.

Mit diesen beiden NEINs habe ich entschieden, sie nicht mehr an mich heran zu lassen und ich fühle mich sehr gut mit dieser Absage.

Jetzt, da ich mit meiner Kraft auf null bin, ist meine heutige Aufgabe, Kraft zu tanken und Kraftspender zu suchen. Meine NEINs bringen mich auf den Ausgangspunkt und geben mir die nötige innere Entspannung dazu zurück. Ich kann wieder gut durchatmen.

Nun werde ich mich auf die Suche nach meinen heutigen Kraftspendern machen… werde am Abend etwas darüber schreiben…

Ich wünsche dir, dass auch du behutsam mit deinen Kräften umgehst und wünsche dir viel Kraft und Energie für alle deine Vorhaben heute.

Vielen lieben Dank fürs Lesen und Nachfolgen.

Alles Liebe
Maria

© Bild und Text Maria Fasching