Wunderbarer Sonntagmorgen

dsc_0751Grau ist es draußen und regnerisch. Die Sonne versteckt sich hinter einer Wolkendecke. Erste Lichtstrahlen verirren sich durch die zugezogenen Jalousien in unser Schlafzimmer. Ich genieße das wohlig warme Gefühl im geschützten Bett zu sein und blinzle in mein Nachbarbett, wo mein Schatz noch tief schlummert. Ich liebe diese Minuten, wo ich schon wach bin und er noch schläft.

Eine Gelegenheit ihn wach zu küssen. Ich küsse ihn leise und sacht auf seine Stirn. Ruhig atmend schläft er weiter. Ich beobachte ihn und ein warmes Gefühl der Liebe durchströmt mich. Ich küsse ihn nochmals auf seine Stirn. Kühl ist sie. „Wunderbarer Sonntagmorgen“ weiterlesen

Vor drei Tagen…

Heiß ist mir – und kalt zugleich. Unrund fühle ich mich. Mein Körper ist wieder einmal Spielball meiner bipolaren Stoffwechselstörung. Die Zellen in meinem Körper schwingen nicht synchron. Die eine will hier hin die andere dort hin. Wieder eine andere ist still. Ein heilloses Durcheinander. „Vor drei Tagen…“ weiterlesen

Auf der Suche nach Kraftspendern…

Auf der heutigen Suche nach Kraftspendern wurde ich erst nur ein bisschen und dann ein bisschen mehr fündig:

Rückzug in mein Inneres

Ich habe tief in mich hineingespürt – ich bin unrund … die Sache mit den beiden NEINs setzt mir mehr zu als ich möchte. Ich habe vor zwei Menschen meine Tür verschlossen. Wenn ich nun die Liebe ins Spiel bringe die ich in diesem Punkt mehr mir selbst gebe, mehr als ich sie anderen gebe, stellt sich ein Konflikt in meinem Inneren ein. Und da ist ja auch noch meine Grunddevise, dass die Liebe eigentlich nie versagt? Was mache ich jetzt damit? „Auf der Suche nach Kraftspendern…“ weiterlesen

ABTAUCHEN … mit Hubert von Goisern … So weit, weit weg von mir…

Bin grade durch Petra Ulbrich’s Beitrag auf ihrem Blog Voller Worte auf das Lied von Hubert von Goisern gestoßen worden „So weit, weit weg von mir“ … ich klicke auf den Link und komme auf YouToube. … Und … nach dem Klick kann ich plötzlich nicht mehr genug kriegen von den wunderschönen Tönen die da kamen. Schon zum zehnten Mal drücke ich auf Wiederholung… und ich habe nicht vor, das zu beenden. Es ist grade mal 1.20 Uhr und mein Schlafpensum ist schon wieder einmal erfüllt. Aber … ich liebe diese „einsamen“ Nachtstunden, wo die Worte auf dem Bildschirm und Gefühle in meinem Inneren fließen. Unbeschreiblich, was so eine Musik und so ein Song auslösen können. Sechseinhalb Minuten eintauchen in pures Lebensgefühl und Glückseligkeit.

Kalt und heiß läuft es mir plötzlich über den Rücken. Längst vergangene Zeiten kommen mir in Erinnerung. „ABTAUCHEN … mit Hubert von Goisern … So weit, weit weg von mir…“ weiterlesen

Bipolar liebt Borderline und umgekehrt – Aufwachen – Text #2

Es ist noch dunkel draußen und es ist still. Eine helle Mondnacht liegt über dem kleinen Dorf am Meer. Da – ein leiser Windhauch bewegt ein paar Blätter am Orangenbaum … lautlos. Eine „Bipolar liebt Borderline und umgekehrt – Aufwachen – Text #2“ weiterlesen

Bipolar liebt Borderline und umgekehrt, geht das? – Fragen stellen – Text #1

Ich habe eine bipolare Störung und mein Mann hat eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. Die Fragen die uns viele Menschen oft stellen: „Wie kommt ihr miteinander aus? Es ist doch mit derartigen Persönlichkeitsstörungen sehr schwer miteinander auszukommen? Wie geht ihr miteinander um?“

Gute Fragen, finde ich… „Bipolar liebt Borderline und umgekehrt, geht das? – Fragen stellen – Text #1“ weiterlesen

Tagebucheintrag – Herz an Herz

Ich sitze vor meinem Computer und kann einfach nicht aufhören zu arbeiten. Ich bin geradezu besessen von meinem neuen Hobby – mein neuer Blog und meine Kontakte in den sozialen Plattformen. Dieses Hobby nimmt mich voll gefangen. Es ist bereits 24.00 Uhr und ich schaffe es nicht abzubrechen.

Da erinnert mich mein Mann daran, dass es eigentlich schon lange Schlafenszeit sei. Schweren „Tagebucheintrag – Herz an Herz“ weiterlesen

Tagebucheintrag – Suche nach dem sinnvollen Tun – Verlust der Leidenschaft?

Es muss doch etwas geben, was mich so interessiert, dass ich dafür in Leidenschaft entbrenne. Die Suche danach entfaltet sich als äußerst schwierig. Besonders im Tief meiner Bipolaren Störung. Mittlerweile erstreckt sich die Suche schon über zehn Jahre. Mal mit mehr, mal mit weniger Enthusiasmus. Je nach depressiver oder manischer Episode. Bis jetzt waren es nur Fehlversuche. Ich beneide Menschen, die sich irgendeiner Sache verschrieben haben, da sie wissen wofür sie jeden Tag den Tag beginnen. Sie identifizieren sich mit einer Idee, mit einem Handwerk und sei es das Schreiben. Das Schreiben an sich als Tätigkeit ist nur ein Hilfswerk für das, wofür man sich hingegeben hat.

Mein Vater zum Beispiel lebt für seine Stammbaumbilder. Meine Freundin Karin lebt für ihren Hund. Die Marina gibt alles für einen geistreichen Gedanken. Andere vergraben sich in Musik, „Tagebucheintrag – Suche nach dem sinnvollen Tun – Verlust der Leidenschaft?“ weiterlesen

Mein Absturz in die Depression…

…CRASH im Gehirn… …CRASH im Gehirn… …Zero… Die Bewegungen scheinen plötzlich still zu stehen. Von 100 auf 0. Es ist als ob die Zellen mitten im Vibrieren plötzlich innehalten und einschlafen. Ich spüre in jedem Muskel die sich einschleichende Depression. Wie ein schwarzer Nebel breitet sie sich aus in meinen Gliedern und bemächtigt sich langsam aller Regionen meines Körpers. Eine bleierne Müdigkeit übermannt mein ganzes Sein.

Nur mit Mühe kann ich mich wach halten. Und da sind sie auch schon, die dunklen Gedanken. Zug um Zug erobern sie mein Gehirn. Das gerade noch überaus aktive Selbstbewusstsein stürzt ins Bodenlose. Selbstzweifel tauchen auf aus den Tiefen der Seele. Ich brauche Schlaf, hämmert es in meinen Schläfen. Selbst der Gang zur Toilette wird äußerst mühsam. Eine tiefe Traurigkeit umspült mein Innerstes. Schlafe doch … schlafe doch … schlafe… Ich gebe nach. Die Müdigkeit übermannt mich. „Mein Absturz in die Depression…“ weiterlesen

Wie sich eine HYPOMANIE anfühlt…

Im Moment bin ich ganz gefangen von der Netzwelt. Ich befinde mich grade in einer Hypomanie. Es fühlt sich SEHR GUT an. Und doch rechne ich jeden Tag damit, zu kippen, wohin weiß ich nicht, entweder Manie oder Depression. Noch schaffe ich es, dass ich die Medikamente nehme, aber ich denke jeden Tag darüber nach, ob ich sie wirklich brauche. Die Erfahrung sagt mir aber noch, dass ich sie brauche. Ich schlafe noch gerade genug um mich zu erholen. Tagsüber bin ich so zappelig, dass ich Mühe habe mich im Griff zu haben. Meine Ideen sind so viele, dass es in meinem Gehirn alle halbe Stunde crasht. Dann muss ich mich zurücklehnen und eine Pause machen, um den Hirncrash wieder in Ordnung zu bringen. Was mir dann sehr schwer gelingt, oder auch nicht. Ich schaffe es momentan nicht, mich auf eine Sache zu konzentrieren – ich mache drei bis fünf Sachen gleichzeitig. Der einzige Vorteil ist, dass sich alles am Computer und in der Netzwelt abspielt. Ich baue grade meine Homepage auf, bin dann schnell mal auf Twitter um neue Follower zu begrüßen, im nächsten Moment entdecke ich eine Site mit einem interessanten Artikel über die bipolare Störung und muss ihn schnell mal übersetzen vom Englischen ins Deutsche. Dann wartet wieder die Facebook-Site auf Aktualisierung und der Haushalt sollte eigentlich auch gemacht werden. Schnell mache ich zwischendurch die Küche sauber, werfe noch schmutzige Wäsche in die Waschmaschine um nur ja wieder schnell in der Netzwelt zu landen. Dass das Badezimmer geputzt werden sollte und das Wohnzimmer ebenso und die Bügelwäsche schon seit zwei Wochen wartet, blende ich aus. Und da braucht man ja auch was zu Essen zwischendurch. Zwischendurch ein paar Liebesbezeugungen für Hannes, meinen Mann und dann geht die Achterbahnfahrt wieder weiter im sozialen Netzwerk. Ja und da wäre noch tumblr und instagram und google+… Nebenbei läuft der Fernseher, der zwischendurch auch meine Aufmerksamkeit fordert, vor allem, wenn mein Mann zu einem Film Kommentare abgibt, die ich dann auch kommentiere. Die Minuten, Stunden und sogar Tage verfliegen, als wäre ich mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Ich komme gerade noch zum atmen. Und ja, meine neue Handy-App sagt mir jede Stunde, dass ich was trinken soll, ansonsten würde ich darauf komplett vergessen. Und dann gibt’s ja auch noch E-Mails, die durchzusehen und zu beantworten sind. Pffft … Crash … PAUSE!! … 

© Maria Fasching, am 23. August 2016