Neues aus dem Schneckenhaus

Endlich ein Gefühl der Ausgeglichenheit. Ruhe und Entspanntheit ist eingekehrt in meinen Körper. Nichts mehr zieht und zerrt an meinen Zellen. Schön geordnet tun sie ihre Arbeit. Dies geht aber nicht ohne Hilfen. Antidepressiva und Mood-Stabilizer brauche ich zur Zeit leider schon.

Komisch … all die negativen Gedanken der letzten Wochen sind verflogen. Sie haben sich in Luft aufgelöst. Dieser Wandel ist für mich immer wieder überraschend, da es in der Tiefphase so unvorstellbar ist, dass alles wieder besser wird.

Eine tiefe Lebenslust und ‑freude macht sich breit. Seit gestern schaffe ich auch wieder kleinere Hausarbeiten. Diese kleinen Erfolge und die Vorfreude auf wieder ein bisschen Normalität sind nun der Motor für die neue und wiederkehrende Lebenskraft.

Ich fühle mich in der Mitte. Endlich kann ich wieder Durchatmen.

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Humor im Schneckenhaus

Heute musste ich über eine Werbung im TV so herzhaft lachen, dass mir die Tränen kamen und mein Mann mit lachen musste. Bei einem Geburtstagsständchen: Während alle singen und darauf warten, dass dann vom Geburtstagskind die Kerzen ausgeblasen werden, kann der Opa der Familie nicht warten und bläst unvermittelt schon während des Singens mit einem Mal die Kerzen aus. Im Besonderen schaut er dann ganz unschuldig drein. Ha ha ha ha…

Nach dieser Episode wurde mir ganz plötzlich bewusst, dass ich schon länger nicht mehr so herzhaft gelacht habe. Im Grunde bin ich eigentlich ein fröhlicher und sehr positiver Mensch. Das ist mir allerdings ein bisschen abhanden gekommen … die letzte Zeit…   Ich beschloss, das nun zu ändern. Ich möchte zumindest ein Mal am Tag so richtig lachen. Wie könnte mir das wohl gelingen?

Eine Idee habe ich schon: Ich google mal nach unter „Schneckenwitze“…

Hihi … und da sind auch schon die passenden Zeilen:

Eine Schnecke kriecht im Winter einen Kirschbaum hoch. Kommt ein Vogel vorbei und fragt: „Was machst du denn da?“ Die Schnecke: „Ich will Kirschen essen.“ „Aber da hängt doch nichts dran!“ sagt da der Vogel.
„Wenn ich oben bin, schon“ antwortet die Schnecke.

 

So, nun hoffe ich, dass ich auch dich zum Schmunzeln gebracht habe…
Alles Liebe und viel Humor für den heutigen Tag wünscht dir
Maria

 

© Bild und Text Maria Fasching

Über das Empfinden von Freude

Es ist vier Uhr früh und ich erwache gerade aus einem tiefen Schlaf. Mein Schlafzimmerfenster ist gekippt und da höre ich ein erstaunliches Konzert an Vogelstimmen. Wohlige Freude macht sich in mir breit. Ich genieße die verschiedensten Tonarten, in denen da vor meinem Fenster gezwitschert wird.

Ich stehe auf und öffne das Fenster ganz, damit ich noch mehr von diesen vielen Tönen hören kann. Ganz verzückt über das bunte schallende Durcheinander sehe ich vor meinem Balkon einen Baum, über und über mit rosaroten Blümchen übersät. „Über das Empfinden von Freude“ weiterlesen