Neues aus dem Schneckenhaus

Endlich ein Gefühl der Ausgeglichenheit. Ruhe und Entspanntheit ist eingekehrt in meinen Körper. Nichts mehr zieht und zerrt an meinen Zellen. Schön geordnet tun sie ihre Arbeit. Dies geht aber nicht ohne Hilfen. Antidepressiva und Mood-Stabilizer brauche ich zur Zeit leider schon.

Komisch … all die negativen Gedanken der letzten Wochen sind verflogen. Sie haben sich in Luft aufgelöst. Dieser Wandel ist für mich immer wieder überraschend, da es in der Tiefphase so unvorstellbar ist, dass alles wieder besser wird.

Eine tiefe Lebenslust und ‑freude macht sich breit. Seit gestern schaffe ich auch wieder kleinere Hausarbeiten. Diese kleinen Erfolge und die Vorfreude auf wieder ein bisschen Normalität sind nun der Motor für die neue und wiederkehrende Lebenskraft.

Ich fühle mich in der Mitte. Endlich kann ich wieder Durchatmen.

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Allein

Es ist kühl im Schlafzimmer. Das Ehebett ist leer. Die Polster sind verdrückt und die Decken sind zurückgeschlagen.

In der Ecke steht ein Gitterbett. Ein Kind ist darin. Eine Stubenfliege dreht ihre wirren Runden im Zimmer. Es ist schon eine ältere Fliege. Sie ist recht groß und ihr Körper leuchtet blauschwarz. Ein leiser Schwirrton lässt sich vernehmen. Nun fliegt sie in Richtung Kinderbett. Das Kind im Bett ist Amelie. Es bewegt leicht im Schlaf ihre Ärmchen. Frech und angezogen von der vom Bett ausgehenden Wärme setzt sich die Fliege an den Rand der Decke, nur um schnell wieder abzuheben und sich unvermittelt auf die Stirn Amelies zu setzen. Schlaftrunken wischt das Kind mit dem einen Ärmchen die Fliege weg. Doch so schnell gibt die Fliege nicht auf.

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Der Mantel

Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch das Fenster auf das Fußende des Bettes. Langsam und bedächtig aber kontinuierlich klettern sie weiter in Richtung Polster. Auf dem Polster ruht ein Mädchenkopf. Friedlich schläft Lisa noch. Gleichmäßig ist ihr Atem. Da – ein Hahnenschrei. „Der Mantel“ weiterlesen

Der grüne Schrecken…

Um die Tageshitze aus dem Zimmer zu scheuchen hat sie das Zimmerfenster weit geöffnet. Still sitzt sie in ihrem Bett, blickt gebannt auf den Fernseher und verfolgt eine spannende Szene des laufenden Films. Sie hat ihr grelles Handarbeitslicht aufgedreht auf höchste Lichtstärke. Die Häkelarbeit ruht in ihren Händen.

Plötzlich ein blitzartiges Schwirren und ein grünes großes etwas fliegt an ihrem rechten Ohr vorbei. Erschrocken zuckt sie zusammen und blickt in Flugrichtung des Objektes. „Der grüne Schrecken…“ weiterlesen

Bange Stunden…

Sie sitzt im Bett, die Beine verschränkt. Es ist halbdunkel im Schlafzimmer. Den Laptop hat sie vor sich aufgeschlagen auf einem kleinen Computer-Betttischchen. Licht gibt es nur von den drei Bildschirmen im Zimmer, von ihrem Laptop, von seinem iPad und vom Fernseher. Zwei Gesichter mit Brillen werfen das diffuse Licht der Bildschirme zurück.

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Neues Leben als Schnecke

So was… das Schneckendasein gefällt mir immer mehr. Wieder in das sogenannte „alte Leben“ zurückzukehren, wird immer weniger zur Option. Und da merke ich, dass diese Tür mittlerweile schon fast zu ist…..

Silberspuren im Mondschein ziehen macht viel Spass…

Im Schneckenhaus drinnen tut sich sehr viel … da wird abgewägt und analysiert und hin und her überlegt und mit sich selbst diskutiert und vieles noch mehr… aber Ergebnisse gibt es erst noch ganz wenige:

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Humor im Schneckenhaus No 2

Eine Schnecke mit blauem Auge kriecht auf dem Waldboden, als sie eine andere Schnecke trifft.

Fragt die Schnecke: „Warum hast du denn ein blaues Auge?“

Meint die andere: „Ich krieche so und plötzlich springt ein Pilz aus dem Boden!“

 

Ich wünsche einen humorvollen Tag!
Alles Liebe
Maria